Zell (Bensheim)

Alte Postkarte Bensheim Zell

Zell gehört mit Auerbach und Schönberg zu den ältesten Stadtteilen – und zwar seit 1. April 1939. Die anderen Stadtteile wie Langwaden oder Fehlheim kamen alle erst 1971 zu Bensheim. Zell hat heute etwas über 900 Einwohner.

Zell liegt östlich von Bensheim im Meerbachtal. Der Ort grenzt unmittelbar an Bensheim. Im Nordosten liegt Gronau.

Überblick Zell

Zell hat viel vom Charakter eines Bauerndörfchens bewahrt: der offene Meerbach, das Mühlrad und das jahrhundertealte Rathaus sind die hauptsächlichen Sehenswürdigkeiten neben alten Bauernhöfen, Scheunen und Fachwerkhäusern.

1964 wurde in Zell, das 1000 Einwohner hat, das erste Dorfgemeinschaftshaus in Bensheim gebaut.

Es ist ein alter Ort an der Bergstraße, so geht man davon aus, dass hier bereits 500 v. Chr. Die Kelten siedelten. Am nahe gelegenen Hembsberg zeugt die Villa Rustica ebenso von der Anwesenheit der Römer wie die im Meerbachtal gefundenen Gefäßscherben. Um 500 siedelten dann die Franken.

Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 805, als in der Grenzbeschreibung des Kirchspiels der Kirche des Heiligen Petrus in Heppenheim durch Kaiser Karl den Großen Zell unter dem Namen Cilewardesdorsul genannt wurde. Eine erste Erwähnung im Lorscher Codex, einem Besitzverzeichnis des Reichsklosters Lorch, findet Zell unter dem Namen Cella, mit der Bestätigung Kaiser Heinrich V. an den Abt Benno von Lorsch am 20. März 1113 in Worms über dessen Besitzungen. Gefördert durch viele weitere Schenkungen gehörte das Kloster Lorsch im 9.–12. Jahrhundert zu den größten und mächtigsten Benediktinerabteien Deutschlands.

Der Name Zell

Urkundlich erwähnt als Cilewardes 805 und als uicus Cella 1139. Weitere Erwähnungen: als Cello, in vico (1210–1220), als Cellen (1213, 1451), als Tzeln 1431 und als Zell 1530. Dies bezieht sich wohl alles auf das älterneuhochdeutsche Wort zelle für Zimmer im Kloster, kleines Kloster bzw. Klosterbesitz.

Sehenswürdigkeiten in  Zell

Zum einen ist der Ort selbst sehr sehenswert, da er sich viel vom Charakter eines Bauerndorfs bewahren konnte. So gibt es alte Bauernhöfe, Scheunen und Fachwerkhäuser. Am bedeutendsten ist wohl das Alte Rathaus. Sehenswert ist auch die Gastwirtschaft Vetters Mühle in der Gronauer Straße, heute ein Ausflugslokal, früher eben eine Mühle, erbaut um 1800.

Der Bismarckturm auf dem Hemsberg ist ein von der Sektion Bensheim des Odenwaldklubs 1902 errichtetes Bismarck-Denkmal. Der Turm wird als an Sonntagen bewirtschafteter Aussichtsturm und als Wandererheim genutzt. Der Bismarckturm hat eine Gesamthöhe von 19 Metern und befindet sich auf dem Gipfel des gut 260 Meter hohen Hembsberg im Südosten von Bensheim. Seine Fertigstellung erfolge 1902.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*