Hochstädten (Bensheim)

Wappen Hochstädten.Hochstädten zählt etwas über 700 Einwohner und gehört seit 1971 zu Bensheim. Der Ort ist nordöstlich von Bensheim im Mühltal, im Vorderen Odenwald, zu finden. Es gibt nur eine Verbindungsstraße, über Auerbach bzw. dem Staatspark Fürstenlager, vorbei an den Ruinen des Auerbacher Schlosses gelangt man nach Hochstädten.

Hochstädten Übersicht

Hochstädten ist das Eingangstor zum Felsberggebiet mit dem Felsenmeer und liegt in einem schönen Tal des vorderen Odenwaldes.

Erstmals erwähnt wurde Hochstädten in einer Urkunde der Grafen von Katzenelnbogen.

Während des dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) wurde der kleine Ort vollständig zerstört und nahezu ausgestorben. Siedler aus deutschen Ländern und auch aus Frankreich, der Schweiz und Österreich belebten Hochstädten neu.

Die ältesten Fachwerkhäuser stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus. Nachdem Hochstätten lange Zeit ein landwirtschaftlich geprägter Ort war, gibt es heute nur noch zwei Landwirtschaftsbetriebe.

Eng verbunden mit dem Dorf ist die Geschichte des Marmorabbaus, seit 1865 in größerem Umfang durch  Dr. Hoffmann, der aus dem Gestein hauptsächlich Kalk brannte. Im Jahre 1905 ging die Firma durch Kauf an Dr. Ludwig Linck über, dessen Sohn Dr. Karl Linck den gesetzlich geschützten „Marmorit“-Trockenmörtel entwickelt hatte. Nach 143 Jahren Werksgeschichte wurde der Standort in Hochstädten allerdings im Jahre 2008 aufgegeben.

Wappen von Hochstädten

Das heutige Wappen stammte aus dem Jahre 2007. Davor führte Hochstädten ein Wappen, das den Heiligen Sebastian in typischer Pose, an einer Säule gebunden und von Pfeilen durchbohrt zeigte.

Sehenswürdigkeiten in Hochstädten

Zum einen die giebelständigen Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert, sie sich entlang der Dorfstraße reihen. Insbesondere das Fachwerkhaus Mühltalstraße 269 sollte beachtet werden, da dieses besonders typisch für das 17. Jahrhundert ist und sowohl mit Mannfiguren als auch mit Andreaskreuz geschmückt ist.

Der Goethebrunnen in Hochstädten ist Teil der Gesamtanlage „Fürstenlager“ und wurde im Jahr 2013 aufwendig restauriert. Von hier gibt es schöne Wanderwege ins Fürstenlager.

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