Selbsthilfegruppe für Bornavirus, Borreliose, Herpes-EBV und CFS: siehe Selbsthilfegruppe Berstrasse
Selbsthilfe-Datenbank der AOK Hessen
1) Bornavirus, BDV, borna disease virus
Das Bornavirus, Infektionserreger der sogenannten Borna'schen Krankheit (englisch: Borna disease; Borna disease virus = BDV) ist beteiligt am klinischen Krankheitsbild von manisch-depressiven und bipolaren Störungen, Zwangsstörungen (OCD), wahrscheinlich auch am Chronic Fatique Syndrom (CFS) und möglicherweise auch an Panikattacken.
Die tatsächliche latente Durchseuchung, insbesondere beim Menschen, ist vermutlich noch höher einzuschätzen als mit den heutigen Methoden erfaßbar ist. Praktisch jeder Dritte ist damit latent infiziziert. Es wird von 30 - 40 % latent Borna-Infizierte in der Bevölkerung ausgegangen, 5 % von ihnen erkranken ernsthaft mit Selbstmordabsichten. Bei den Pferden sind 60 % infiziert. Es gibt einen sehr aussagefähigen Test, der auch Virusanteile findet und beim Labor Diamedis in Bielefeld gemacht wird. Weiter auf der o.g. Page der Selbsthilfegruppe.
2. Borreliose
Borreliose-Erreger und Vektoren (Überträger)
Lyme-Borreliose:
Borrelia burgdorferi: Bakterie (Spirochäte) Genospezies:
B. sensu stricto, B. garinii, B. afzelii, B. valaisiana, B. spielmani
In Deutschland können noch weitere Infektionserreger von dieser Zecken-Art übertragen werden, wie unter anderem der FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Babesien (Babesiose), verschiedene Arten von Rickettsien, Ehrlichien/Anaplasmen (Ehrlichiose/Anaplasmose) sowie Francisella tularensis (Tularämie) und der Eyach-Virus.
Die bekanstesten sind wohl die Erreger der Lyme-Borreliose, die Bakterien Borrelia burgdorferi, Borrelia garinii und Borrelia afzelii sind mit dem Syphiliserreger Treponema pallidum eng verwandt. Zwischen beiden Krankheiten, der Lyme-Borreliose und der Syphilis, bestehen daher zahlreiche Parallelen. Es existieren mehrere Krankheitsstadien, die fließend ineinander übergehen oder auch durch sehr lange beschwerdefreie Intervalle getrennt sein können. Diese "sekundären Latenzstadien" gehören zu den besonderen Charakteristika der Borreliose.
Die drei Borrelienarten B. garinii, B. afzelii und B. burgdorferi sensu stricto wurden kürzlich aufgrund genetischer Unterschiede getrennt. B. garinii soll mehr Neuroborreliosen, B. afzelii mehr Hautmanifestationen und B.burgdorferi sensu stricto Athritis verursachen, im einzelnen näher erläutert: Lesen Sie weiter auf der Page der o.g. Selbsthilfegruppe
Ärzte-Informationsportal für Borreliose
Die Firma ganzimmu bietet neben der firmeneigenen Homepage www.ganzimmun.de ein wirklich sehr umfassendes Info-Portal für alle Infos rund um Borreliose an, dass Auskunft gibt über alle Borreliosetests, wann welcher Test der geeigneteste ist, was sie aussagen, Infos wie das Immunssystem reagiert, Videos und vieles mehr. Wirklich sehr empfehlenswert: http://www.patientenforum-borreliose.de/04_seiten/start.php
Großflächige Untersuchungen in den USA ergaben dort, dass die häufigsten Fehldiagnosen der Borreliose sind: Arthritis, Gelenkrheuma, Polyarthritis, Bursitis (Schleimbeutelentzündung), Bandscheibenvorfall, Bindehautentzündung, Entzündungen aller Augenteile, Gefäßbeschwerden (Thrombose), Hirnhautentzündung, Karpaltunnelsyndrom, Gelenkentzündungen (alle großen Gelenke, auch Kiefergelenk), Multiple Sklerose, Fibromyalgie, Sehnenscheidenentzündung, HWS-Syndrom (Hals-Wirbelsäulen-Syndrom) und Schlaganfall.
Borrelien können im Prinzip durch jedes Hindernis/Gewebe gelangen,
auch ganz langsam, sie verändern ihre Oberflächenstruktur
ständig, um dem Immunsystem zu entgehen,
Selbst absterbende Borrelien können das Immunsystem noch verwirren
weil sie ihre Oberflächenstruktur nicht mehr veränderten
und so als Erreger erkannt würden, die zwar gar nicht mehr aktiv
seien, das Immunsystem dadurch aber ablenken, Borrelien müßen
extrem anpassungsfähig sein, um sowohl in der Zecke als auch
in allen möglichen chemisch sehr unterschiedlichen Umgebungen/Übergangsstadien
in der Zecke selbst bis in den Wirt, und auch dort ständig, überleben
zu können.
Zur Oberflächenstruktur : Die Borrelie trägt einen Schutzmantel
mit einem Oberflächen-Protein, genannt VlsE (variable major protein-like
sequence, expressed) bestehend aus variablen und statischen Teilen
welche immer wieder neu kombiniert werden, die Borrelien können
alle 4 Tage (!!!) das VlsE-Protein verändern.
Zwar erkennt unser Immunsystem die Borrelien, wenn sie sich nicht
grade verstecken. Soll heissen: Das Immunsystem bildet Antikörper,
die allerdings nichts mehr ausrichten können, sobald die Borrelien
sich wieder neu getarnt haben. Ein ewiges Katz- und Maus-Spiel.
Zu FSME wurde auf dem o.g. Kongress noch eine Berg-Region/Volksgruppe erwähnt wo das Virus über den Genuß von Ziegenmilch reihenweise auf Menschen übertragen würde, wobei es sich aber um einen sehr speziellen Fall handeln soll (?).
Der beste Ratschlag ist daher, nach einem Spaziergang sich täglich auf Zecken oder Nymphen (die kleinen sind am gefährlichsten, obwohl sie nur stecknadelkopfgross sind) abzusuchen und falls man fündig wird, dieses Biest zu verpacken und ein Labor zum Testen schicken, um zu erfahren, ob es infiziert war. Wenn nicht, braucht man sich keine Gedanken zu machen, wenn doch, ist eine sofortige Antibiotikagabe angebracht. Denn nur im allerersten Anfangsstadium kann man relativ sicher sein, die vielseitigen Krankheitssymptome abzufangen. Symptome siehe hier: http://www.shg-bergstrasse.de/html/Borreliose/Borrelienarten.html
Hinschicken kann man die Zecke beispielsweise hier:
http://www.jenagen.de/shortcont_ident_humanpathogene.shtml sowie http://www.laboklin.de
3. Epstein-Barr-Virus EBV (HHV 4) - Pfeiffersche Drüsenfieber:
Der unterschätzte Virus nimmt eine Sonderstellung unter den Herpesviren ein - er gilt als Auslöser für Immunsuppressionen - und damit der nächste Verursacher bzw. Beteiligte für CFS!
In Europa und auch bei uns verbreitet sich stark ein Virus, der das Immunsystem schädigt und daher viele Krankheitsbilder hervorruft. Tragischerweise werden diese Folgen des Epstein-Barr-Virus völlig unterschätzt und die Patienten mit Fehldiagnosen in die Irre geführt.
Seine vielfältigen Symptomen machen den Menschen nur zu schaffen, wenn das Immunsystem stark geschwächt ist. Das kann durch die Einnahme von Antibiotika, durch Magen-Darm-Infektionen, durch Amalgambelastung oder durch psychischen Streß der Fall sein. Trifft der EBV auf einen solchen körperlichen Schwachpunkt, beginnt er sein zerstörerisches Werk - im Immunsystem.
Dabei ist der erste Angriffspunkt des EBV auf den Organismus die Dünndarmschleimhaut, wo der Virus die Immunglobuline irritiert. Der EBV infiziert die B-Lymphozyten, die im Immunsystem für die Bildung von Antikörpern verantwortlich sind. Anders formuliert, durch die Infektion funktionieren Markerzellen, die Eindringlinge markieren und sie für unser Immunsystem erst erkennbar machen, nicht mehr richtig - sie markieren Feinde entweder gar nicht oder nur unvollständig. Es kann auch geschehen, daß fälschlich körpereigene Zellen markiert und dann vom Immunsystem angegriffen werden. Das wird als Autoimmunerkrankung diagnostiziert.
Eine EBV-Infektion dauert lebenslang an, der Virus kann also nicht eliminiert werden. Aus diesem Grund ist der EBV eine ständige Herausforderung für das Immunsystern und natürlich auch für die sereologische Diagnostik. Die Symptome selbst können verschiedenartiger kaum sein. Lesen Sie weiter auf http://www.shg-bergstrasse.de/html/Herpes/eppstein_barr.html
4. Selbsthilfeforum für CFS - Chronic Fatigue/ Immune Dysfunction Syndrome
http://www.cfs-treffpunkt.de/index.php und http://www.cfs-portal.de/
Informationen: http://www.fatigatio.de/index.php?id=10
Seit Ende der 90er Jahre nimmt die Zahl derjenigen Erkrankungen zu, die keine eindeutige Ursache zu haben scheinen. Obwohl mittlerweile in Deutschland schätzungsweise zwischen 300.000 und 1 Million Menschen an dem sog. CFS oder chronifizierten Symptomkomplexen leiden, die denen des CFS ähneln, werden diese Menschen von den Medien und vielen Ärzten immer noch als Hypochonder und psychisch kranke Menschen abqualifiziert. Obwohl die internationale Forschung bewiesen hat, dass es sich um eine immunologische und neuroendokrine Dysfunktion unter Beteiligung von Infektionserregern und genetischen Faktoren handelt, laufen Psychologisierungen und Fehldiagnostik auf Hochtouren.
Im Rahmen der sich verschärfenden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen sind die Ärzte gar nicht mehr in der Lage, auf solch komplexe und schwierige Krankheitsbilder und die notwendige Differenzialdiagnostik einzugehen. Die Folge ist nicht selten ein auch für das Gesundheitssystem inakzeptables Ärztehopping. Symptome und Fragebogen sehen Sie hier in Kurzform.
5. Selbsthilfe für FMS (Fibromyalgie-Syndrom) - Faser-Muskel-Schmerz-Erkrankung:
ist die wörtliche Übersetzung dieser heimtückischen, relativ unbekannten und noch schwer diagnostizierbaren Erkrankung, an der ca. 2 Millionen Menschen in Deutschland leiden. Selbst bei vielen Ärzten ist das Fibromyalgie-Syndrom noch nicht bekannt. Ungenauerweise wird diese Krankheit auch generalisierte Tendomyopathie oder Weichteilrheuma genannt. Schmerzen am ganzen Körper, Kopfschmerzen, Migräne, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Magen- und Darmbeschwerden, Blasenbeschwerden, all dies begleitet durch eine Müdigkeit mit schneller Erschöpfbarkeit, gleichzeitig verbunden mit geringer Belastbarkeit, sind nur einige der vielen Symptome die diese Erkrankung verursachen kann. Durch die 24-stündigen, täglichen, andauernden und in der Intensität wechselnden Schmerzen haben viele Betroffene auch psychische Symptome wie Angst- und Panikattacken und/oder Depressionen. Röntgenbilder, Routine-Laboruntersuchungen weisen negative Befunde auf und erschweren somit den Ärzten die Diagnose. Durch die vielen Symptome dieser chronischen Erkrankung wandern die Patienten von Facharzt zu Facharzt , ohne wesentliche Befunde. Blasen-, Unterleibs-, Gelenks- und Wirbelsäulenoperationen werden häufig unnütz vorgenommen. Letztendlich werden Betroffene als Psychischkranke oder sogar als Simulanten hingestellt. siehe dazu http://www.shg-bergstrasse.de/html/Borreliose/fibromyalgie.html
Schweizer Forumfür Betroffene: http://www.fibromyalgieforum.ch/
